Gold (Au)

(von indogermanisch ghel: glänzend, gelb) ist ein chemisches Element (siehe auch Entstehung der Elemente) mit dem Elementsymbol Au (von lat. Aurum: „das Gold“) und der Ordnungszahl 79. Es ist ein Übergangsmetall und steht im Periodensystem in der 1. Nebengruppe (Gruppe 11), die auch als Kupfergruppe oder Münzmetalle bezeichnet wird. Gold zählt zu den Edelmetallen und ist zusammen mit Kupfer eines der wenigen farbigen Metalle.

Gold wird seit Jahrtausenden für rituelle Gegenstände und Schmuck sowie seit dem 6. Jahrhundert vor Christus in Form von Goldmünzen als Zahlungsmittel genutzt. Es wird auch als Lebensmittelzusatzstoff mit der E-Nummer E175 verwendet.

• Allergiegefahr: gering
• Schmelzpunkt: 1064,18 °C

 

Silber (Ag)

ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ag und der Ordnungszahl 47. Es zählt zu den Übergangsmetallen, im Periodensystem steht es in der 5. Periode und der 1. Nebengruppe (Gruppe 11) oder Kupfergruppe. Das Elementsymbol Ag leitet sich vom lateinischen Wort argentum für „Silber“ ab. Silber ist ein Edelmetall.

Es ist ein weiches, gut verformbares (duktiles) Schwermetall mit der höchsten elektrischen Leitfähigkeit aller Elemente und der höchsten thermischen Leitfähigkeit aller Metalle.

• Allergiegefahr: gering
• Schmelzpunkt: 961,78 °C

 

Palladium (Pd)

ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pd und der Ordnungszahl 46. Das seltene silberweisse Übergangsmetall zählt zu den Platinmetallen, im Periodensystem steht es in der 5. Periode und der 10. Gruppe (früher Teil der 8. Nebengruppe) oder Nickelgruppe. Es ähnelt im chemischen Verhalten sehr dem Platin.

• Allergiegefahr: gering
• Schmelzpunkt: 1554,9 °C

 

Kupfer (Cu)

(lat. Cuprum) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Cu und der Ordnungszahl 29. Es ist ein Übergangsmetall, im Periodensystem steht es in der 4. Periode und der 1. Nebengruppe (nach neuer Zählung Gruppe 11) oder Kupfergruppe. Der lateinische Name cuprum ist abgeleitet von aes cyprium „Erz von der Insel Zypern“, auf der im Altertum Kupfer gewonnen wurde.
Kupfer ist als relativ weiches Metall gut formbar und zäh. Als hervorragender Wärme- und Stromleiter findet es vielseitige Verwendung. Darüber hinaus zählt es auch zur Gruppe der Münzmetalle.
Als schwach reaktives Schwermetall gehört Kupfer zu den Halbedelmetallen.

• Allergiegefahr: gering
• Schmelzpunkt: 1084,62 °C

 

Bronze (CU & SN)

Als Bronzen werden Legierungen mit mindestens 60 Prozent Kupfer bezeichnet; soweit sie nicht Messinge sind, deren Hauptlegierungszusatz Zink ist. Die Sammelbezeichnung Bronze wird in der Regel nur zusammen mit dem vorangestellten Hauptlegierungszusatz verwendet. Als spezifische Bezeichnung ist Bronze, der historischen Wortbedeutung entsprechend, jedoch auch weiterhin gängig für Zinnbronze, die älteste technische Legierung überhaupt.

• Allergiegefahr: gering-mittel (u.U. sind Ni-Bestandteile in der Legierung vorhanden)
• Schmelzpunkt: je nach Zinngehalt, ca. 800-1000°C

 

Messing (Cu & Zn)

ist eine der bekanntesten Kupferlegierungen mit Zink als Legierungsmetall. Allen Messingen, seien es Gussmetalle oder Knetlegierungen, ist gemeinsam, dass ihre Basis die Metalle Kupfer und Zink sind, zu denen je nach verlangten Eigenschaften noch weitere Legierungsmetalle in geringeren Anteilen als Zink legiert werden. Die Farbe von Messing wird vornehmlich vom Zinkgehalt bestimmt: Bei Zinkgehalten bis 20 % ist Messing bräunlich bis bräunlich-rötlich, bei Gehalten über 36 % hellgelb bis fast weissgelb. Die Verarbeitungseigenschaften von Messing werden durch Anteile von Blei oder Zinn wesentlich beeinflusst, die Korrosionseigenschaften durch Nickel.

Typische Gusslegierungen sind Gelbguss und Rotguss mit weiterem Legierungsmetall Blei.

Zu den weiteren bekannten Kupferlegierungen, die nicht als Messinge bezeichnet werden, gehören beispielsweise Bronze mit Zinn, sowie Neusilber mit Nickel, weisser Tombak mit Arsen und Siliciumtombak mit Silicium als charakteristischen Legierungsmetallen, die auch Zink, aber in geringerem Anteil als in Messingen, enthalten.

• Allergiegefahr: gering bis mittel
• Schmelzpunkt: ca. 900–925 °C (mit steigendem Zinkgehalt sinkend)

 

Shibuichi (Cu & Ag)

(jap. 四分一, deutsch „ein Viertel“) ist ein Sammelbegriff für silberhaltige Kupferlegierungen, die in Japan seit dem 8. Jahrhundert bekannt sind und dort zur Schmuckherstellung verwendet wurden. Die auch als Viertelsilber bezeichnete Legierung besteht üblicherweise aus 5 - 25 % Silber und dem Rest Kupfer.

Liegt der Silberanteil bei etwa 40 %, dann wird es als Shiro Shibuichi („Weiss-~“) bezeichnet. Daneben gibt es noch das Kuro Shibuichi („Schwarz-~“), welches aus den Legierungen Shakudo und Shibuichi besteht. Der Anteil von Shibuichi in dieser Legierung liegt üblicherweise bei 20-40 %.

Shibuichi hat je nach Silbergehalt eine hell- bis dunkelgraue Färbung und wurde auf Grund des Mangels an Edelmetallen im damaligen Japan sehr vielseitig verwendet. So unter anderem als silberfarbiger Bestandteil in Mokume-Gane-Schmiedearbeiten.

 

Shakudo (Cu & Ag & Au)

(jap. 赤銅, dt. „Rotkupfer“) ist eine traditionelle japanische Metalllegierung, die nachweislich seit dem 12. Jahrhundert für Verzierungen auf Schwertern (siehe auch: Tanto, Wakizashi, Katana) oder Schmuckgegenständen verwendet wird.

Die Legierung besteht üblicherweise aus Kupfer mit 2–7 % Gold. Selten werden noch andere Metalle in geringen Mengen <1 % hinzugegeben. Das Rezept wurde viele Jahrhunderte streng geheim gehalten und gelangte gemäss vielen Quellen erst ab dem 17. Jahrhundert nach Europa.

Gemäss meinen Recherchen ist dies jedoch ein Mythos, denn die Herstellung von schwarzem Gold (lat. Corinthium Aes) lässt sich bis in der Antike bzw. bis ins alte Ägypten (ägyptische Schwarzbronze) zurückverfolgen.

Eine Zäsur fand erst mit Ausbreitung des Christentums statt. So vollzog sich die Verdrängung des Wissens um Corinthium Aes aus dem mediterranen Raum parallel zur Wanderung der frühchristlichen häretischen Mönche infolge der politischen und religiösen Veränderungen in der Zeit nach dem Konzil von Ephesos 431. Allmählich wanderte das alchimistische Wissen nach Osten, wo sich zeitlich versetzt in Syrien, Persien, Indien und China immer wieder Zeugnisse dieser Technik in Form von Überlieferungen und Artefakten nachweisen lassen. Die japanischen Irogane-Legierungen, darunter Shakudo, tauchen, nach den bisherigen Erkenntnissen, erst später auf.

Charakteristisch für Shakudō ist seine dunkelbraune bis schwarzviolette Färbung, die erst durch eine Ätzung der Metalloberfläche in einer heissen Salzlösung erreicht wird.

Auf Grund seiner intensiven Farbe ist Shakudō eine sehr häufig verwendete Legierung bei der japanischen Mokume-Gane-Schmiedetechnik.

 

Kuromido (Cu & As)

(jap. 黒味銅, Kuromidō; oft auch Kuromi-do geschrieben) ist eine traditionelle japanische Metalllegierung, die nachweislich seit dem 12. Jahrhundert für die Farbgestaltung von Verzierungen auf Schwertern oder Schmuckgegenständen verwendet wird. Sie besitzt einen dunkelbraunen bis schwarzen Farbton und besteht zu 99 % aus Kupfer und 1 % aus metallischem Arsen. Wie viele Kupferlegierungen entstand Kuromidō als Ersatz für Edelmetalle, da es an diesen mangelte und sie hohe Kosten verursachten, beides bedingt durch die geringen Vorkommen von Edelmetallen auf den japanischen Inseln.

Die Verarbeitung von Kuromidō muss wegen ihres Arsengehaltes unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen erfolgen, da es toxisch ist. Zudem muss der Gold-/Silberschmied im Vorfeld abwägen, inwieweit die patinierten Metalle hautverträglich sind.

Auch heute wird es noch in der Mokume-Gane-Schmiedetechnik verwendet, wenn auch recht selten, da es wie bereits erwähnt sehr toxisch ist.

Mujodogane (Ag & Cu & ??)

Mujodogane (jap.: "der beste Weg des Metalls") ist eine Silberlegierung die von einem deutschen Goldschmied Anfang des 21ten Jahrhunderts speziell für die Herstellung von Mokume Gane und Damast entwickelt wurde. Obwohl die Zusammensetzung „geheim“ gehalten wird, besteht sie wohl lediglich aus 80% Silber und 20% Kupfer (genau liesse sich das mit einem X-Ray Spektrometer feststellen).

Schmuckstücke die aus diesem Material hergestellt werden, sollten geätzt werden, damit das oxidierte Mujodogane die Farbe (schwarz) beibehält.

 

Eigene Legierungen ...

Selbstverständlich finden sich auch immer wieder Eigenentwicklungen einiger Schmuckkünstler in deren Schmuckstücken … es sind keine Grenzen gesetzt!